So. Habe soeben noch ein paar Bilder in die beiden vorhergehenden Posts eingefügt.
Ich bin also wieder gut in Deutschland angekommen. Das Praktikum bei Bayer-Schering Pharma läuft gut, und mir gehts eigentlich rundum bestens.
Außerdem habe ich jetzt natürlich mal Zeit, meinen letzten Post zu schreiben ;)
Was schreibt man da eigentlich? Vielleicht einfach ein paar abschließende Gedanken zum Thema Erasmus und Auslandsaufenthalt allgemein.
Es hat sich wahnsinnig gelohnt, nach Schweden gegangen zu sein. Mein ursprüngliches Ziel, besser und fließender Englisch zu sprechen, habe ich zweifellos erreicht, und außerdem spreche ich jetzt noch recht gut Schwedisch, womit ich eigentlich nicht so ganz gerechnet hatte.
Auch die Erfahrungen, die man im Ausland macht, sind Gold wert. Man fühlt sich zunächst mal selbst als Ausländer, man versteht die Sprache fast gar nicht, man ist auf die Rücksichtnahme anderer und auf deren Verständnis angewiesen. Umso schöner, wenn man eben jene Rücksichtnahme tatsächlich erfährt, wie es hier fast ausnahmslos der Fall war.
Außerdem lernt man eine Unmenge interessanter Leute kennen. Es ist interessant und spannend, sich mit Studenten aus aller Herren Länder zu unterhalten, wie zum Beispiel das Studium in ihrem Heimatland geregelt ist, was dort alles anders ist als in Schweden und warum sie überhaupt nach Schweden gekommen sind. Auch wenn mir am Anfang der Kontakt zu den Schweden selbst eher etwas schwer gefallen ist, war es am Ende doch umso schwieriger, meine schwedischen, neu-schwedischen und internationalen Freunde hier zurücklassen zu müssen. Vielleicht ist das der größte Nachteil am ERASMUS: dass man Freunde findet, und wieder verliert, denn trotz aller Hoffnungen den ein oder anderen sicher noch einmal wiederzusehen, eine aktive Freundschaft lässt sich wahrscheinlich nicht dauerhaft aufrechterhalten.
Gab es sonst noch Nachteile? Das Geld, würde ich sagen. Ohne ein gutes finanzielles Polster, und Eltern, die einem im Zweifelsfall auch mal finanziell unter die Arme greifen, ist so ein Auslandssemester grade hier in Schweden kaum zu bewerkstelligen. In jedem Fall würde man wahrscheinlich bei den wirklich schönen, aber teuren Dingen, wie Ausflügen, sparen müssen.
Vielleicht noch ein paar Worte dazu, was ich am meisten in Schweden vermisst habe, und was ich am meisten jetzt in Deutschland vermissen werde:
In Schweden gab es einfach keine wirklich gute Schokolade. Milka wird so gut wie nicht verkauft, und die Ferrero-Sachen (insbesondere Kinderschokolade) genausowenig. Es gibt eine schwedische Marke, die auch gut schmeckt, aber in Sachen Auswahl und Packungsgröße (^^) nicht mit Milka mithalten kann.
Die Türen in Schweden werde ich sicherlich auch nicht vermissen: Die meisten hatten einen Türdrücker oder -knauf und zusätlich, etwas weiter unten, noch eine Art Drehverriegelung, was den Effekt hatte, dass man kaum eine Tür mit nur einer Hand öffnen konnte. Wer hat sich sowas nur ausgedacht?
Was auch etwas genervt hat, war dass es in Schweden keine ordentliche Kneipenkultur gab. Fast alle Restaurants haben an Sonn- und Feiertagen geschlossen - das wäre in Deutschland absolut unvorstellbar. Aber scheinbar gehen die Schweden an solchen Tagen nicht in Gaststätten...
Dummerweise ist die Liste dessen, was ich hier in Deutschland vermissen werde, erheblich länger. Allem voran vielleicht die Gelassenheit und der Gleichmut der Schweden. Es gibt dort schon deutlich weniger Hektik und Gerenne als hier in Deutschland, ein Beispiel dafür ist die Supermarktkasse:
Sachen aufs Band legen, warten, bezahlen, in Ruhe einpacken. Hier in Deutschland muss man mit einer Hand bereits das Geld rüberreichen, wärend man mit der anderen schon die Sachen in den Wagen schaufelt...klingt albern, aber so ein kleines bisschen mehr Ruhe beim Einkaufen würde uns allen guttun, glaube ich ;)
Dann ist da natürlich noch die Tatsache, dass Schweden dünner besiedelt ist als Deutschland, weswegen man Staus nur in Ausnahmefällen hat, die Innenstädte nicht verstopft und überlaufen sind und man im Durchschnitt kleinere Städte hat, die aber vom Unterhaltungsangebot her mit einer deutschen Großstadt vergleichbar sind, weil eben einen 300.000-Einwohnerstadt wie Malmö immerhin die drittgrößte Stadt Schwedens ist, und damit eben Kultur und Shoppinggelegenheiten für das Umland bieten kann, ohne selbst eine sehr große Stadt zu sein. Da ich Großstädte nicht so besonders mag, finde ich soetwas natürlich sehr angenehm ;)
Was mir ebenfalls gefallen hat, war die Freundlichkeit und Toleranz, der man in Schweden begegnet. Die Schweden sind nicht besonders offen oder extrovertiert (außer wenn sie betrunken sind, natürlich) aber sie sind meist freundlich und zuvorkommend, und helfen einem auch gerne in Problemsituationen weiter.
Eigentlich könnte ich noch viele Sachen aufzählen, die ich vermissen werde, schließlich hat es mir in Schweden ausgesprochen gut gefallen. Ob ich auswandern würde? Ich glaube nicht, dazu bin ich meinem Heimatland wahrscheinlich zusehr verbunden ;) Aber wenn ich auswandern müsste, dann würde ich nach Schweden gehen :)
Insgesamt kann ich nur jedem wärmstens ans Herz legen, so eine Erfahrung zu machen, für mich war es ein Jahr mit wenig Stress, viel Spaß, vielen Freunden und vielen neuen Eindrücken. Ein Jahr einfach das Leben genießen und auf sich wirken lassen - es ist eher fraglich, ob ich soetwas noch einmal erleben darf, und umso mehr freue ich mich, die Gelegenheit gehabt zu haben.
So, das soll mein letzter Eintrag in diesem Blog gewesen sein (ich hebe mir die Texte aber natürlich auf).
Ihr könnt gerne noch Kommentare schreiben, ich werde sicher noch ein paar mal reinschauen. Oder ihr schreibt mir wieder ganz "klassisch" eine Mail :)
An dieser Stelle noch mal vielen, vielen Dank an alle meine aktiven und passiven Leser, ohne euch hätte ich schon lange die Lust verloren, hier weiterzuschreiben!
Ha det så bra!
Miriam
Donnerstag, 10. Juli 2008
Mittwoch, 11. Juni 2008
Schären und Co.
So, da bin ich wieder.
Am Sonntag war ich zusammen mit Berit und zweier ihrer Freundinnen, von denen eine aktuell in Finnland studiert, in der Altstadt. Die hatte ich zwar schon beim letzten Stockholmaufenthalt gesehen, aber im Sonnenschein sieht die natürlich noch ein gutes Stück besser aus. Es war wirklich richtig warm, ähnlich wie am Samstag. Anschließend warem wir in einem Schmetterlingshaus im Norden Stockholms (als ob uns die Wärme draußen nicht schon genug war) und das war mal eine willkommene Abwechslung hier oben ;)
Am Abend haben wir Fußball geschaut, und ich bin in den seltenen Genuss schwedischen Fernsehens gekommen. Nicht, dass ich die Fußballkommentatoren wirklich verstanden hätte, aber lustig war es auf jeden Fall.
Am Montag dann war wieder genauso schönes Wetter. Ich habe eine Bootstour in den Schären vor Stockholm gebucht, ca. 3h zu einer etwas weiter draußen gelegenen Insel in einem Naturschutzgebiet. Sowohl die Fahrt, als auch die Insel selbst waren traumhaft schön. Mir hatten ja die Westschären schon gefallen, und ich könnte nicht genau sagen, welche mir nun besser gefallen. Die im Westen waren deutlich karger, und so gut wie nicht bewaldet, und sahen deshalb deutlich rauher aus als die hier vor Stockholm. Letztere waren ziemlich grün, mit verschiedenen Arten von Bäumen und Gräsern. Man hat auf den Inseln nahe Stockholm viele Wochenendhäuser gesehen, weiter draußen die Inseln waren allerdings weitgehend unbewohnt.
Leider kann ich euch noch keine Bilder zeigen, aber ich werde sie voraussichtlich noch nachträglich in die Beiträge einbauen.
Gestern, also am Dienstag, war ich noch einmal alleine in Stockholm in der Altstadt und habe mir einige Kirchen sowie das königliche Schloss angesehen. Das Schloss hier in der Stadt wird nach wie vor für Repräsentations- und Regierungsgeschäfte verwendet, jedoch nicht als Wohnung. Von außen sieht es eher unspektakulär aus, aber innen ist es sehr prunkvoll ausgestattet, so wie man das eben von einem Schloss erwartet. Im Keller waren dann die Kronjuwelen ausgestellt, und die sind nicht minder prächtig als die dänischen, die ich in Kopenhagen gesehen habe.
Heute hatte das Wetter dann leider etwas an gutem Willen verloren. Früh war es bedeckt, und gegen Mittag hat es angefangen zu regnen. Ich bin mit dem Zug nach Uppsala gefahren, das liegt 40 min nördlich von Stockholm und ist, ähnlich wie Lund, eine Stadt die vorrangig wegen ihrer Universität existiert. Soweit ich weiß beherbergt Uppsala die größte Universität Schwedens und streitet sich mit Lund darum, welche von beiden nun älter ist. Uppsala hat außerdem eine wunderschöne, gotische Domkirche, die alleine war es jedenfalls schon wert, dahin zu fahren. Sonst gab es aber in Uppsala nicht sehr viel zu sehen, das Schloss hatte leider geschlossen, und so haben mit der Regen und die Kälte relativ zeitig wieder nach Hause getrieben.
Was ich morgen mache weiß ich noch nicht so genau. Am Freitag gehts ja dann schon wieder nach Lund, und dann hab ich nur noch eine Woche hier in Schweden. Die Zeit fliegt...
Die Schären vor Stockholm: Deutlich grüner, als die Westschären.


Noch einmal das Altstadtpanorama:

Der Dom von Uppsala:
Am Sonntag war ich zusammen mit Berit und zweier ihrer Freundinnen, von denen eine aktuell in Finnland studiert, in der Altstadt. Die hatte ich zwar schon beim letzten Stockholmaufenthalt gesehen, aber im Sonnenschein sieht die natürlich noch ein gutes Stück besser aus. Es war wirklich richtig warm, ähnlich wie am Samstag. Anschließend warem wir in einem Schmetterlingshaus im Norden Stockholms (als ob uns die Wärme draußen nicht schon genug war) und das war mal eine willkommene Abwechslung hier oben ;)
Am Abend haben wir Fußball geschaut, und ich bin in den seltenen Genuss schwedischen Fernsehens gekommen. Nicht, dass ich die Fußballkommentatoren wirklich verstanden hätte, aber lustig war es auf jeden Fall.
Am Montag dann war wieder genauso schönes Wetter. Ich habe eine Bootstour in den Schären vor Stockholm gebucht, ca. 3h zu einer etwas weiter draußen gelegenen Insel in einem Naturschutzgebiet. Sowohl die Fahrt, als auch die Insel selbst waren traumhaft schön. Mir hatten ja die Westschären schon gefallen, und ich könnte nicht genau sagen, welche mir nun besser gefallen. Die im Westen waren deutlich karger, und so gut wie nicht bewaldet, und sahen deshalb deutlich rauher aus als die hier vor Stockholm. Letztere waren ziemlich grün, mit verschiedenen Arten von Bäumen und Gräsern. Man hat auf den Inseln nahe Stockholm viele Wochenendhäuser gesehen, weiter draußen die Inseln waren allerdings weitgehend unbewohnt.
Leider kann ich euch noch keine Bilder zeigen, aber ich werde sie voraussichtlich noch nachträglich in die Beiträge einbauen.
Gestern, also am Dienstag, war ich noch einmal alleine in Stockholm in der Altstadt und habe mir einige Kirchen sowie das königliche Schloss angesehen. Das Schloss hier in der Stadt wird nach wie vor für Repräsentations- und Regierungsgeschäfte verwendet, jedoch nicht als Wohnung. Von außen sieht es eher unspektakulär aus, aber innen ist es sehr prunkvoll ausgestattet, so wie man das eben von einem Schloss erwartet. Im Keller waren dann die Kronjuwelen ausgestellt, und die sind nicht minder prächtig als die dänischen, die ich in Kopenhagen gesehen habe.
Heute hatte das Wetter dann leider etwas an gutem Willen verloren. Früh war es bedeckt, und gegen Mittag hat es angefangen zu regnen. Ich bin mit dem Zug nach Uppsala gefahren, das liegt 40 min nördlich von Stockholm und ist, ähnlich wie Lund, eine Stadt die vorrangig wegen ihrer Universität existiert. Soweit ich weiß beherbergt Uppsala die größte Universität Schwedens und streitet sich mit Lund darum, welche von beiden nun älter ist. Uppsala hat außerdem eine wunderschöne, gotische Domkirche, die alleine war es jedenfalls schon wert, dahin zu fahren. Sonst gab es aber in Uppsala nicht sehr viel zu sehen, das Schloss hatte leider geschlossen, und so haben mit der Regen und die Kälte relativ zeitig wieder nach Hause getrieben.
Was ich morgen mache weiß ich noch nicht so genau. Am Freitag gehts ja dann schon wieder nach Lund, und dann hab ich nur noch eine Woche hier in Schweden. Die Zeit fliegt...
Die Schären vor Stockholm: Deutlich grüner, als die Westschären.


Noch einmal das Altstadtpanorama:

Der Dom von Uppsala:
Samstag, 7. Juni 2008
Och Stockholm igen ;)
So, nun mal wieder ein paar aktuelle Neuigkeiten, das was ich zuletzt gechrieben habe war ja nur nachgeholt und ist eigentlich schon ziemlich alt.
Inzwischen habe ich meine letzte Klausur geschrieben, die eigentlich ganz gut gelaufen ist und bin damit mit der Uni hier fertig. So langsam neigt sich mein Aufenthalt hier dem Ende zu, aber noch sind zwei Wochen Zeit, die mir zu meiner freien Verfügung stehen. Ich hab ziemlich lange überlegt, was ich mit der Zeit anfange, und bin letzten Endes zu der Entscheidung gekomme
n, noch mal für eine Woche nach Stockholm zu fahren. Leider hab ich keinen gefunden, der genau in dieser Woche Zeit hat, also bin ich alleine los. Stockholm sollte ja dennoch genügend Abwechslung bieten ;)
Gestern bin ich dann hier angekommen. Ich wohne in einer Jugendherberge auf einem Boot in einer kleinen Kabine, wirklich sehr gemütlich und man kann mit Blick auf die Altstadt frühstücken. Außerdem bin ich hier wirklich nah am Zentrum (die Altstadt ist nur eine, der Hauptbahnhof zwei U-Bahn-Stationen entfernt).
Heute war ich mit Berit, die ich ja noch vom letzten Stockholmaufenthalt kannte, unterwegs. Wir haben uns den Skogskyrkogården angesehen, einen großen Waldfriedhof hier in Stockholm, der wirklich sehr schön war (Bilder gibt es demnächst). Anschließend waren wir noch im Stadtmuseum, wo man sich ein bisschen über die Geschichte von Stockholm informieren konnte, der Eintritt war erfreulicherweise frei.
Zu guter Letzt sind wir dann noch ein bisschen auf der Museumsinsel am Wasser entlang gegangen.
Das Wetter war den ganzen Tag lang prächtig, 25 Grad und Sonnenschein. Hoffentlich bleibt es noch ein Weilchen so.
Morgen wollen wir uns noch mal die Altstadt ansehen, am Montag mache ich vielleicht einen Ausflug in die Schäreninseln vor Stockholm :)
Inzwischen habe ich meine letzte Klausur geschrieben, die eigentlich ganz gut gelaufen ist und bin damit mit der Uni hier fertig. So langsam neigt sich mein Aufenthalt hier dem Ende zu, aber noch sind zwei Wochen Zeit, die mir zu meiner freien Verfügung stehen. Ich hab ziemlich lange überlegt, was ich mit der Zeit anfange, und bin letzten Endes zu der Entscheidung gekomme
n, noch mal für eine Woche nach Stockholm zu fahren. Leider hab ich keinen gefunden, der genau in dieser Woche Zeit hat, also bin ich alleine los. Stockholm sollte ja dennoch genügend Abwechslung bieten ;)Gestern bin ich dann hier angekommen. Ich wohne in einer Jugendherberge auf einem Boot in einer kleinen Kabine, wirklich sehr gemütlich und man kann mit Blick auf die Altstadt frühstücken. Außerdem bin ich hier wirklich nah am Zentrum (die Altstadt ist nur eine, der Hauptbahnhof zwei U-Bahn-Stationen entfernt).
Heute war ich mit Berit, die ich ja noch vom letzten Stockholmaufenthalt kannte, unterwegs. Wir haben uns den Skogskyrkogården angesehen, einen großen Waldfriedhof hier in Stockholm, der wirklich sehr schön war (Bilder gibt es demnächst). Anschließend waren wir noch im Stadtmuseum, wo man sich ein bisschen über die Geschichte von Stockholm informieren konnte, der Eintritt war erfreulicherweise frei.
Zu guter Letzt sind wir dann noch ein bisschen auf der Museumsinsel am Wasser entlang gegangen.
Das Wetter war den ganzen Tag lang prächtig, 25 Grad und Sonnenschein. Hoffentlich bleibt es noch ein Weilchen so.
Morgen wollen wir uns noch mal die Altstadt ansehen, am Montag mache ich vielleicht einen Ausflug in die Schäreninseln vor Stockholm :)
Samstag, 31. Mai 2008
Stockholm II
Am nächsten Tag ging es weiter. Diesmal haben wir gleich unsere Sachen aus der Jugendherberge mitgenommen und in einem Schließfach auf dem Hauptbahnhof deponiert. Danach sind wir ins "Skansen" gegangen, ein sehr großes Freilichtmuseum. Dort stehen unter anderem alte Häuser, die irgendwo in Skandinavien ab- und in Stockholm wieder aufgebaut wurden. Außerdem kann man die skandinavische Tierwelt bestaunen, also zum Beispiel Elche und Rentiere :)
Der Clou an dem Museum war, dass in fast allen dieser Häuser Leute waren, in entsprechend alter Tracht, die einem dann all die vielen Details in den Häusern erklären und zeigen können. Außerdem kann man sich auch vollkommen frei in den Zimmern bewegen und die meisten Sachen anfassen. Die Menschen haben auch alle sehr gerne viel über "ihr" Haus erzählt, ob nun in Englisch, Schwedisch oder sogar deutsch, zu dritt haben wir es jedenfalls immer weitgehend verstanden ;) Unglaublich interessant waren auch die Handwerker, die in ihren kleinen, alten Stuben gezeigt haben, wie man eben vor im 18. oder 19. Jhd. Schuhe gemacht, gebacken oder Glas geblasen hat. Wirklich ein tolles Erlebnis, vor allem wenn man auf die Leute zugeht und einfach ein paar Fragen stellt :)
Danach ging es dann wieder auf den Flughafen und zurück nach Malmö und mit dem Bus nach Lund. Insgesamt war das ein richtig toller Ausflug, Stockholm zählt ab sofort zu meinen Lieblingsstädten.
Und nun noch die restlichen Fotos:
Der Eingang zum Skansen:

Ein junger Elch:
So in etwa sahen die Häuser aus:

Und alle waren so liebevoll eingerichtet, als wären sie wirklich noch bewohnt:

Joa, und zum Abschluss noch ein Blick über Stockholm:
Der Clou an dem Museum war, dass in fast allen dieser Häuser Leute waren, in entsprechend alter Tracht, die einem dann all die vielen Details in den Häusern erklären und zeigen können. Außerdem kann man sich auch vollkommen frei in den Zimmern bewegen und die meisten Sachen anfassen. Die Menschen haben auch alle sehr gerne viel über "ihr" Haus erzählt, ob nun in Englisch, Schwedisch oder sogar deutsch, zu dritt haben wir es jedenfalls immer weitgehend verstanden ;) Unglaublich interessant waren auch die Handwerker, die in ihren kleinen, alten Stuben gezeigt haben, wie man eben vor im 18. oder 19. Jhd. Schuhe gemacht, gebacken oder Glas geblasen hat. Wirklich ein tolles Erlebnis, vor allem wenn man auf die Leute zugeht und einfach ein paar Fragen stellt :)
Danach ging es dann wieder auf den Flughafen und zurück nach Malmö und mit dem Bus nach Lund. Insgesamt war das ein richtig toller Ausflug, Stockholm zählt ab sofort zu meinen Lieblingsstädten.
Und nun noch die restlichen Fotos:
Der Eingang zum Skansen:

Ein junger Elch:

So in etwa sahen die Häuser aus:

Und alle waren so liebevoll eingerichtet, als wären sie wirklich noch bewohnt:

Joa, und zum Abschluss noch ein Blick über Stockholm:
Stockholm I
Ich bin ja nun immernoch nicht wieder up-to-date mit meinen Blogeinträgen, da speziell noch das Wochenende in Stockholm fehlt.
Am Freitag, dem 16.05. sind Christoph und ich also am Abend nach Stockholm geflogen. Der Flug war ein Angebot für Studenten, und mit 50 € hin und zurück die deutlich billigste Alternative :)
In Stockholm hatten wir ein Zimmer im Vandrarhem (Jugendherberge) gemietet, das hat auch alles ganz prima funktioniert. Ich war eigentlich positiv überrascht, es war ausgesprochen sauber und modern, Fernsehen und Interet waren im Zimmer verfügbar...aber dafür hatten wir eh keine Zeit ;)
Wir haben uns noch am gleichen Abend mit Berit getroffen, einer Freundin von Christoph, die auch Biochemie studiert und derzeit in Stockholm ein Praktikum macht. Mit ihr sind wir dann noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen und haben etwas gegessen.
Am nächsten Morgen haben wir in der Jugendherberge ein wunderbares Frühstück eingenommen, das in Sachen Auswahl und Qualität einem Hotel in nichts nachstand ;)
Das schienen allerdings auch schon etliche Leute mitbekommen zu haben. Die deutliche Mehrheit der im Hostel anwesenden Personen war...grauhaarig^^
Möglicherweise ist es ein neuer Trend unter der Rentnergeneration, wer weiß?
Außerdem anwesend waren natürlich die obligatorischen deutschen Touristen (nein, nicht wir^^) die sich lautstark über die Konsistenz des Früchstückseis und die Temperatur des Orangensafts beschwert haben. Und dann wundert man sich, wo die Klischees herkommen...
Nun ja, nachdem wir satt und einigermaßen munter waren, sind wir, wieder zusammen mit Berit, zunächst zum Rathaus gefahren. Da gab es geführte Touren durch das Gebäude, und da das Wetter grade sowieso eher trüb war, haben wir eben eine mitgemacht. Da drinnen findet übrigens jedes Jahr das Nobel-Dinner statt ;) Man kann in der dazugehörigen Gaststätte auch alle Gerichte bestellen, die je zu so einem Dinner serviert wurden, man muss nur eine Woche vorher bestellen und rund 100 Euro investieren ;)
Danach ging es in die Altstadt (Gamla Stan), die wirklich wunderschön ist. Stockholm ist, wie eigentlich alle schwedischen Städte, sehr sauber, alle Gebäude sind in sehr gutem Zustand. Fast die gesamte Altstadt besteht aus Renaissance-Gebäuden, und alle sind wunderbar saniert...ein traumhafter Anblick. Da Stockholm auf mehrern kleineren Inseln liegt, ist es an vielen Stellen vom Wasser geteilt, weswegen es auch das "Venedig Skandinaviens" genannt wird. Das führt dann dazu, dass man über das Wasser einen sehr schönen Blick auf die gegenüberliegenden Häuser hat. Leider hat es das Wetter nicht zugelassen, besonders tolle Fotos zu machen :(
Gegen Nachmittag sind wir dann ins Vasa-Museum gegangen. Dort wird ein 400 Jahre altes Segelschiff ausgestellt - die Vasa - welches aufgund einiger Konstruktionsfehler schon auf der Jungfernfahrt nach wenigen hundert Metern gesunken ist. Vor einigen Jahren hat man das Wrack dann gehoben und konserviert, so dass man es sich heute im Museum ansehen kann.
Das ist wirklich eine tolle Sache und ich empfehle das Museum jedem, der Stockholm besuchen will :)
Ok, soweit erst mal, jetzt müssen erst noch ein paar Fotos kommen, bevor ich über den Sonntag schreibe.
Unser Zimmer (samt Christoph):

Der schwedische Reichstag:

Altstadt:

Das Vasa-Museum von außen:

... und von innen:
Am Freitag, dem 16.05. sind Christoph und ich also am Abend nach Stockholm geflogen. Der Flug war ein Angebot für Studenten, und mit 50 € hin und zurück die deutlich billigste Alternative :)
In Stockholm hatten wir ein Zimmer im Vandrarhem (Jugendherberge) gemietet, das hat auch alles ganz prima funktioniert. Ich war eigentlich positiv überrascht, es war ausgesprochen sauber und modern, Fernsehen und Interet waren im Zimmer verfügbar...aber dafür hatten wir eh keine Zeit ;)
Wir haben uns noch am gleichen Abend mit Berit getroffen, einer Freundin von Christoph, die auch Biochemie studiert und derzeit in Stockholm ein Praktikum macht. Mit ihr sind wir dann noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen und haben etwas gegessen.
Am nächsten Morgen haben wir in der Jugendherberge ein wunderbares Frühstück eingenommen, das in Sachen Auswahl und Qualität einem Hotel in nichts nachstand ;)
Das schienen allerdings auch schon etliche Leute mitbekommen zu haben. Die deutliche Mehrheit der im Hostel anwesenden Personen war...grauhaarig^^
Möglicherweise ist es ein neuer Trend unter der Rentnergeneration, wer weiß?
Außerdem anwesend waren natürlich die obligatorischen deutschen Touristen (nein, nicht wir^^) die sich lautstark über die Konsistenz des Früchstückseis und die Temperatur des Orangensafts beschwert haben. Und dann wundert man sich, wo die Klischees herkommen...
Nun ja, nachdem wir satt und einigermaßen munter waren, sind wir, wieder zusammen mit Berit, zunächst zum Rathaus gefahren. Da gab es geführte Touren durch das Gebäude, und da das Wetter grade sowieso eher trüb war, haben wir eben eine mitgemacht. Da drinnen findet übrigens jedes Jahr das Nobel-Dinner statt ;) Man kann in der dazugehörigen Gaststätte auch alle Gerichte bestellen, die je zu so einem Dinner serviert wurden, man muss nur eine Woche vorher bestellen und rund 100 Euro investieren ;)
Danach ging es in die Altstadt (Gamla Stan), die wirklich wunderschön ist. Stockholm ist, wie eigentlich alle schwedischen Städte, sehr sauber, alle Gebäude sind in sehr gutem Zustand. Fast die gesamte Altstadt besteht aus Renaissance-Gebäuden, und alle sind wunderbar saniert...ein traumhafter Anblick. Da Stockholm auf mehrern kleineren Inseln liegt, ist es an vielen Stellen vom Wasser geteilt, weswegen es auch das "Venedig Skandinaviens" genannt wird. Das führt dann dazu, dass man über das Wasser einen sehr schönen Blick auf die gegenüberliegenden Häuser hat. Leider hat es das Wetter nicht zugelassen, besonders tolle Fotos zu machen :(
Gegen Nachmittag sind wir dann ins Vasa-Museum gegangen. Dort wird ein 400 Jahre altes Segelschiff ausgestellt - die Vasa - welches aufgund einiger Konstruktionsfehler schon auf der Jungfernfahrt nach wenigen hundert Metern gesunken ist. Vor einigen Jahren hat man das Wrack dann gehoben und konserviert, so dass man es sich heute im Museum ansehen kann.
Das ist wirklich eine tolle Sache und ich empfehle das Museum jedem, der Stockholm besuchen will :)
Ok, soweit erst mal, jetzt müssen erst noch ein paar Fotos kommen, bevor ich über den Sonntag schreibe.
Unser Zimmer (samt Christoph):

Der schwedische Reichstag:

Altstadt:

Das Vasa-Museum von außen:

... und von innen:
Freitag, 23. Mai 2008
Wanderung bei Båstad
So, wie nun angekündigt der Eintrag zu unserer Wandung bei Båstad am Wochenende nach dem letzten Eintrag. Dabei waren diesmal Doro und Christoph. Eigentlich gibt es dazu nicht allzuviel zu sagen. Wir sind am relativ frühen Morgen hier in Lund mit dem Zug los und ein Stück die Westküste hochgefahren, vielleicht erinnert ihr euch noch an die Wanderung beim Kullaberg, letzten Herbst? Jedenfalls da in der Nähe, nur eine Halbinsel weiter nördlich, waren wir diesmal wandern. Dazu sind wir vom Bahnhof aus noch ein Stückchen weiter mit dem Bus gefahren.
Es hat sich gezeigt, dass Skåne immernoch für die ein oder andere Überraschung gut ist, obwohl ich dachte, dass ich mich in diesem Landstrich schon recht gut auskenne. Ich wusste zumindest nicht, dass es hier in der Nähe so ein schöne Steilkueste gibt :)
Wir sind dann an dieser Küste entlang zurück Richtung Bahnhof in Båstad gelaufen, das Wetter war am Morgen noch bedeckt, am Nachmittag dann richtig sonnig :)
Gegen abend sind wir dann auch reichlich erschöpft wieder am Bahnhof angekommen, haben noch eine Pizza verdrückt und sind dann wieder heimgefahren. Wie gesagt, nicht viel aufregendes, aber die Bilder will ich euch natürlich nicht vorenthalten ;)



Kommenden Samstag (also morgen) bin ich dann erst mal in Göteborg, weil wir diesmal dort DSA spielen. Eine unserer Spielerinnen (Malin) ist da nämlich jetzt hingezogen ;)
Ich melde mich dann entweder am Sonntag, oder nächste Woche wieder :)
Es hat sich gezeigt, dass Skåne immernoch für die ein oder andere Überraschung gut ist, obwohl ich dachte, dass ich mich in diesem Landstrich schon recht gut auskenne. Ich wusste zumindest nicht, dass es hier in der Nähe so ein schöne Steilkueste gibt :)
Wir sind dann an dieser Küste entlang zurück Richtung Bahnhof in Båstad gelaufen, das Wetter war am Morgen noch bedeckt, am Nachmittag dann richtig sonnig :)
Gegen abend sind wir dann auch reichlich erschöpft wieder am Bahnhof angekommen, haben noch eine Pizza verdrückt und sind dann wieder heimgefahren. Wie gesagt, nicht viel aufregendes, aber die Bilder will ich euch natürlich nicht vorenthalten ;)



Kommenden Samstag (also morgen) bin ich dann erst mal in Göteborg, weil wir diesmal dort DSA spielen. Eine unserer Spielerinnen (Malin) ist da nämlich jetzt hingezogen ;)
Ich melde mich dann entweder am Sonntag, oder nächste Woche wieder :)
Mittwoch, 21. Mai 2008
Da bin ich wieder...
Sooo, so wies aussieht bin ich wieder da :)
Mein Rechner hat sich entgegen aller Hoffnungen leider nicht mehr reparieren lassen...zumindest nicht zu einem sinnvollen Preis.
Deswegen habe ich eben gleich etwas tiefer in die Tasche gegriffen, und mir einen neuen gekauft, der am Montag dann auch endlich hier angekommen ist :) Das Schmuckstück muss jetzt natürlich erst noch häuslich eingerichtet werden, und ihr wisst ja, dass ich mit sowas Tage bis Wochen verbringen kann^^
Jetzt hab ich natürlich einen Haufen nachzuholen, was das Bloggen betrifft. Schließlich hab ich mich ja nun wirklich lange nicht gemeldet, und das obwohl doch so einiges los war.
Also fange ich einfach mal chronologisch an.
Am Wochenende vom 25.04 war ich mit Reihaneh, der Iranerin aus meim Kurs, unterwegs. Das war schon recht lange geplant, dass wir einmal gemeinsam etwas am Wochenende unternehmen. Es ist zu sagen, dass wir da schon seit einer Woche schönes Wetter hatten, und sich das übrigens bis heute praktisch nicht geändert hat...da sag noch mal einer, der Norden sei kalt und ungemütlich ;)
An jenem Samstag hatten wir jedenfalls um die 20 °C und Reihanehs Tante, deren Freundin sowie Reihaneh selber haben mich gegen Mittag mit dem Auto abgeholt. Dann sind wir noch bei einem befreundeten Ehepaar in Eslöv vorbeigefahren die dann ebenfalls mitgefahren sind. Ziel war der Naturpark bei Skäralid, zwecks picknicken.
Dort, am Rand des Naturparks, waren auch Bänke und Grillplätze aufgebaut, von denen wir einen besetzt haben. Man muss dazusagen, dass in dieser Gesellschaft genau eine wenig Englisch, eine kein Schwedisch (Reihaneh) und eine kein Persisch (wer wohl) konnten, und demnach immer abwechselnd verschiedene Sprachen zum Einsatz kamen. War trotzdem total lustig, zumal auch alle unglaublich offen und nett waren (schon irgendwie im Kontrast zu den höflichen, aber eher zurückhaltenden Schweden).
Das Essen war köstlich. Das Ehepaar aus Eslöv hatte Grillzeug mitgebracht, es gab gegrilltes Hackfleisch am Spieß, Salat, Würste. Dazu haben sie ein typisch persisches Getränk getrunken, das aus Joghurt, Wasser, Salz und Pfeffer bestand. Das war eher ungewohnt für den mitteleuropäischen Gaumen, aber dennoch erfrischend und lecker :) Zur Verdauung sind wir eine Runde im Naturpark spazieren gegangen.
Anschließend haben wir auf einer Decke im Gras Monopoly gespielt. Das war vor allem deshalb lustig, weil es komplett auf Schwedisch war, was nicht wenig zur bablylonischen Verwirrung beigetragen hat. Aber immerhin kann ich aufgrund der ganzen Zählerei nun sogar ein paar persische Zahlen ;)
Später gab es dann noch ein Abendessen, auch wieder gegrillt, auch wieder sehr lecker :)
Danach waren wir noch zum Tee bei dem Ehepaar in Eslöv eingeladen. Ich fand es sehr interssant, mich mit Reihanehs Tante darüber zu unterhalten, wie sie nach Schweden gekommen sind und warum sie den Iran verlassen haben. Der (einzige) Mann der Runde hat dann sein Wissen über deutsche Dichter ausgegraben (Himmel...gut dass ich wenigstens noch ein bisschen was über Goethes Faust wusste). Er konnte sogar etwas deutsch, da er wohl einige Zeit in München gelebt hat und hat mir (vollkommen korrekt) die ersten paar Zeilen von Beethovens "Ode an die Freude" vorgesungen, und mich gefragt ob ich das kenne ;)
Im großen und ganzen war das für mich einer der beeindruckendsten Tage, die ich hier bisher erlebt habe, weswegen ich euch das, trotz dass es solange zurück liegt, unbedingt noch schreiben wollte ;)
Reihaneh und ich.

Jetzt fehlen noch zwei weitere Blogeinträge (Wanderung bei Båstad, Wochenende in Stockholm) und dann bin ich mit meinem Blog wieder up-to-date ;)
Aber weil es schon recht spät ist, und ihr ja sowieso erst mal das hier lesen müsst, schreib ich da demächst weiter :)
Mein Rechner hat sich entgegen aller Hoffnungen leider nicht mehr reparieren lassen...zumindest nicht zu einem sinnvollen Preis.
Deswegen habe ich eben gleich etwas tiefer in die Tasche gegriffen, und mir einen neuen gekauft, der am Montag dann auch endlich hier angekommen ist :) Das Schmuckstück muss jetzt natürlich erst noch häuslich eingerichtet werden, und ihr wisst ja, dass ich mit sowas Tage bis Wochen verbringen kann^^
Jetzt hab ich natürlich einen Haufen nachzuholen, was das Bloggen betrifft. Schließlich hab ich mich ja nun wirklich lange nicht gemeldet, und das obwohl doch so einiges los war.
Also fange ich einfach mal chronologisch an.
Am Wochenende vom 25.04 war ich mit Reihaneh, der Iranerin aus meim Kurs, unterwegs. Das war schon recht lange geplant, dass wir einmal gemeinsam etwas am Wochenende unternehmen. Es ist zu sagen, dass wir da schon seit einer Woche schönes Wetter hatten, und sich das übrigens bis heute praktisch nicht geändert hat...da sag noch mal einer, der Norden sei kalt und ungemütlich ;)
An jenem Samstag hatten wir jedenfalls um die 20 °C und Reihanehs Tante, deren Freundin sowie Reihaneh selber haben mich gegen Mittag mit dem Auto abgeholt. Dann sind wir noch bei einem befreundeten Ehepaar in Eslöv vorbeigefahren die dann ebenfalls mitgefahren sind. Ziel war der Naturpark bei Skäralid, zwecks picknicken.
Dort, am Rand des Naturparks, waren auch Bänke und Grillplätze aufgebaut, von denen wir einen besetzt haben. Man muss dazusagen, dass in dieser Gesellschaft genau eine wenig Englisch, eine kein Schwedisch (Reihaneh) und eine kein Persisch (wer wohl) konnten, und demnach immer abwechselnd verschiedene Sprachen zum Einsatz kamen. War trotzdem total lustig, zumal auch alle unglaublich offen und nett waren (schon irgendwie im Kontrast zu den höflichen, aber eher zurückhaltenden Schweden).
Das Essen war köstlich. Das Ehepaar aus Eslöv hatte Grillzeug mitgebracht, es gab gegrilltes Hackfleisch am Spieß, Salat, Würste. Dazu haben sie ein typisch persisches Getränk getrunken, das aus Joghurt, Wasser, Salz und Pfeffer bestand. Das war eher ungewohnt für den mitteleuropäischen Gaumen, aber dennoch erfrischend und lecker :) Zur Verdauung sind wir eine Runde im Naturpark spazieren gegangen.
Anschließend haben wir auf einer Decke im Gras Monopoly gespielt. Das war vor allem deshalb lustig, weil es komplett auf Schwedisch war, was nicht wenig zur bablylonischen Verwirrung beigetragen hat. Aber immerhin kann ich aufgrund der ganzen Zählerei nun sogar ein paar persische Zahlen ;)
Später gab es dann noch ein Abendessen, auch wieder gegrillt, auch wieder sehr lecker :)
Danach waren wir noch zum Tee bei dem Ehepaar in Eslöv eingeladen. Ich fand es sehr interssant, mich mit Reihanehs Tante darüber zu unterhalten, wie sie nach Schweden gekommen sind und warum sie den Iran verlassen haben. Der (einzige) Mann der Runde hat dann sein Wissen über deutsche Dichter ausgegraben (Himmel...gut dass ich wenigstens noch ein bisschen was über Goethes Faust wusste). Er konnte sogar etwas deutsch, da er wohl einige Zeit in München gelebt hat und hat mir (vollkommen korrekt) die ersten paar Zeilen von Beethovens "Ode an die Freude" vorgesungen, und mich gefragt ob ich das kenne ;)
Im großen und ganzen war das für mich einer der beeindruckendsten Tage, die ich hier bisher erlebt habe, weswegen ich euch das, trotz dass es solange zurück liegt, unbedingt noch schreiben wollte ;)
Reihaneh und ich.

Jetzt fehlen noch zwei weitere Blogeinträge (Wanderung bei Båstad, Wochenende in Stockholm) und dann bin ich mit meinem Blog wieder up-to-date ;)
Aber weil es schon recht spät ist, und ihr ja sowieso erst mal das hier lesen müsst, schreib ich da demächst weiter :)
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